„Auf in das Abenteuer!“

Die Vorgeschichte

Ende der 90er Jahre (Ohje, wie schnell man doch alt wird), als es für ein Schiff noch ein Skandal war Reisen ohne Zwang und feste Kleiderordnung anzubieten, gar sogar ein angemaltes Schiff auf den Markt zu bringen, bin ich auch erstmals auf das Thema Kreuzfahrt aufmerksam geworden. Die Idee auf weite Reise zu gehen und den Horizont zu entdecken ist eine sehr spannende Sache und so habe ich mir in späteren Jahren vorgenommen irgendwann mal eine Kreuzfahrt zu machen. Vielleicht sogar auf „dieser AIDA“, von der man so viel hört. Es schien aber immer alles weit weg und zu teuer und geriet somit dann doch erstmal etwas in Vergessenheit. 

Der Virus

Man musste sich ja immerhin erstmal durch die Schule kämpfen und sehen, welche Abenteuer das Leben ohnehin noch bereithält. Nach dem Abi und dem Wehrdienst (ja zu meiner Zeit war es noch Pflicht), sollte dann der Tag kommen, an dem ich tatsächlich den Schritt zur Ausbildung gegangen bin. Als wäre man mit der Arbeitswelt in einer Bank nicht schon genug neuen Eindrücken und Kulturschocks ausgesetzt, lernte ich auch noch meine derzeitige bessere Hälfte kennen, die ebenfalls auf die kluge Idee gekommen war beim gleichen Arbeitgeber anzuheuern. 

geiranger

Weltenbummler

Eine romantische Geschichte und ein Zusammenziehen in die gemeinsame Wohnung später sind ihr dann plötzlich die Gedanken zur etwas anderen Art des Reisens gekommen.
Wer hätte es gedacht, sie war schon mal auf einer Kreuzfahrt im hohen Norden unterwegs. Um etwas abzukürzen, wie sie damals zur Kreuzfahrt gekommen ist, kannst Du hier nachlesen. Da sie das Feeling damals scheinbar so mitgerissen hatte, wurden (und werden wir heute noch) morgens mit dem Auslauflied sanft in den Tag geweckt. Damals total bekloppt und eine immer noch fremde Welt für mich, dieses Schiff. 
Das erste Mal, dass ich dann eine AIDA live gesehen habe, folgte dann bei einem Städtetrip nach Hamburg. Eigentlich dort um Simba zu sehen, ließen wir es uns nicht nehmen uns in Altona auf die stille Treppe zu setzen und das damals aktuellste Schiff, die AIDAstella beim Ablegen zu verabschieden. Und aus Spaß sagte ich noch „Bald winken wir nicht von hier, sondern vom Schiff runter.“ Nunja, Du wirst es ahnen; Eine Aussage, der nach nicht allzu langer Zeit unsere erste Buchung folgen sollte. 

Im „Just“ – Hauptsache mal auf dem Schiff sein und es einfach mal selbst erleben. Gesagt, getan. Von vielen Kollegen hörte man dann plötzlich auch nur noch „Urlaub auf AIDA? Och, da war ich auch schon“. Man stand also nicht so allein und exotisch da, auf dieser Welt. Der Nikolaus kam, das Christkind war zu Besuch, das Jahr 2014 neigte sich dem Ende zu und da war es plötzlich in weiß auf blau: „Noch 0 Tage bis zu Ihrer Reise…“ Im Januar 2015 sollte es also so weit sein und ich trat endlich meine erste Kreuzfahrt an, die erste gemeinsame Kreuzfahrt mit meiner Staffkapitänin: Es hieß dann nur noch auf in das Abenteuer! Mittelmeer; Auslaufen aus Palma; Super Wetter; Genug zu essen; Entertainment; Meine Lady AIDAmar. „Was will man meer“, dachte ich mir?! So schlimm es auch ist (die Reedereien werden es etwas anders sehen) wanderte in den folgenden Jahren immer mal wieder eine kleine Reisebuchung in unseren Warenkorb und der nächste Countdown erstrahlte auf meinem Desktop. Andere Urlaubsformen? Seitdem nahezu Fehlanzeige. 
Der Virus weckte also nicht nur meine Reiselust jeden Tag an einem neuen Ziel aufzuwachen, sondern schaffte es darüber hinaus auch glatt unsere Wohnung umzugestalten. Maritime Dekoration und Taufposter, sowie Taufdrucke und Fanartikel soweit das Auge reicht. Wen wundert es da noch, dass ich mittlerweile wieder dem Ende der nächsten Countdowns entgegenfiebre…

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