Highlights auf Grand Cayman

Die Cayman Islands sind ein britisches Überseegebiet und bekannt als Steuerparadies für Briefkastenfirmen und Banken. Mit einer Größe von 264 km² sind die Inseln recht klein, aber doch sehr abwechslungsreich.
Auch für Naturliebhaber hat Grand Cayman einiges zu bieten. Unter anderem wird der etwa neun Kilometer lange Seven Mile Beach als einer der schönsten in der Karibik gehandelt und auch Taucher kommen hier voll auf ihre Kosten.
Besonders bekannt ist Stingray City, wo man mit Stachelrochen schwimmen kann. Oder wo auf der Welt kann man sich schon eine Postkarte aus der „Hölle“ zu schicken?
Egal für welche Tour man sich auch entscheidet, die Cayman Islands bieten wirklich für jeden Geschmack das passende Erlebnis.

Entspannen am Seven Mile Beach
Im klaren Wasser deutlich zu erkennen: Die Stachelrochen

Tendern in Georgetown und Stingray City

Wenn man mit dem Kreuzfahrtschiff in Georgetown ankommt, macht es nicht an der Pier fest, sondern ankert vor der Stadt, sodass man mit einem Tenderboot an Land gebracht wird.
Der weitläufige Hafen bietet einen Duty-free-shop und andere Einkaufsmöglichkeiten zu günstigen Preisen an. Wenn man das Hafengelände auf der rechten Seite verlässt, gelangt man zu Restaurants, Bars und weiteren Geschäften. Auch das Hard Rock Café befindet sich hier. Vom Hafen aus ist es nur etwa fünf Gehminuten entfernt.

AIDAluna ankert vor Georgetown

An Bord haben wir einen Ausflug zu den Stachelrochen nach Stingray City für 55 EUR pro Person über AIDA gebucht.
Stingray City ist eine Sandbank im offenen Meer und verdankt ihren Namen den gleichnamigen Stachelrochen, die dort frei im Meer leben. Das Wasser ist dort nur etwa hüfthoch, sodass man dort problemlos stehen kann. Schon früher kamen Rochen regelmäßig immer wieder dorthin, was immer mehr Touristen anlockte. Mittlerweile kommen täglich etliche Ausflugsdampfer zu der beliebten Sandbank.

Bereits morgens um 7 Uhr ging es von Bord um vor den Menschenmassen in Stingray City anzukommen. Nach einer kurzen Busfahrt sind wir am Yachthafen angekommen und sind auf ein kleines Ausflugsboot umgestiegen.
Schon während der Fahrt wurde das Wasser immer klarer und die Sonne knallte auf das Außendeck, Karibikfeeling pur.
Unser Guide erklärte uns wie wir mit den Rochen umgehen sollten, ehe wir 30 Minuten später an der Sandbank ankamen. Bereits vom Boot aus sah man viele kleine, aber auch sehr große Rochen und wir hatten Glück, so waren neben uns nur noch zwei weitere Boote da.

Angekommen in Stingray City
Die Stachelrochen zeigen sich im klaren Wasser

Das Abenteuer schwimmen mit Rochen konnte beginnen. Zunächst war es ein komisches Gefühl gemeinsam mit den Tieren im Wasser zu sein und sie kamen uns auch wirklich nah. Einmal so nah und schnell, dass ich fast auf einen Rochen getreten bin.
Das Highlight war natürlich einen Stachelrochen in der Hand zu halten und ihm einen Kuss zu geben, denn es heißt, dass man sieben Jahre Glück hat, wenn man einen Rochen geküsst hat.
Zum Abschluss gab es dann noch eine „Rochenmassage“. Erstaunlicherweise sind Rochen komplett glatt, ganz anders als wir sie uns vorgestellt haben.

Die Rochen schwammen durch uns hinweg
Einen Rochen gesichtet
Einen kleinen Stingray in den Händen halten

Wir hatten wirklich Glück und so konnten wir, bevor wir wieder zurückgefahren sind, noch einen kleinen Rochen in den Händen halten, von dem wir prompt angespuckt wurden. Es war wirklich lustig.
Im Wasser wurde uns dann noch was zu den Rochen und ihrer Herkunft erzählt, bevor es schon wieder zurück auf das Boot ging. Leider ist die Zeit wie immer mal wieder viel zu schnell vorbei gegangen.

Als wir weiterfuhren kamen noch weitere Ausflugsboote…

Dass der Ausflug so früh am Morgen losging, hatte einen weiteren Vorteil: Wir hatten noch genügend Zeit Grand Cayman zu erkunden. Unser erstes Ziel sollte der bekannte Seven Mile Beach sein.

Glücklicherweise machte unser Busfahrer dort einen Zwischenstopp, was uns sehr gelegen kam, denn sonst hätten wir erst zum Schiff zurückfahren müssen. So konnten wir umso mehr Zeit am Strand verbringen.

Karibikfeeling am Seven Mile Beach

Nördlich von Georgetown befindet sich der Seven Mile Beach, der mit seinem glasklaren und türkisen Meer viele Touristen anzieht.
Für uns gehört er definitiv zu den schönsten Stränden, die wir während unserer Karibikkreuzfahrt gesehen haben. Entlang des Strandes säumen sich einige Luxushotels und Ferienresorts, der Zugang ist aber fast überall möglich. Etwas schöner ist es allerdings, wenn man weiter in den Norden fährt und sich dort einen geeigneten Strandabschnitt sucht. Im Grunde beginnt der Strand aber schon in der Nähe des Hafens, allerdings waren wir dort nicht. Der Fußweg soll ca. 15 – 20 Minuten betragen.


Der Seven Mile Beach: Ein absoluter Traumstrand nicht nur auf dem Foto

Für insgesamt 10 Dollar haben wir uns zwei Liegen und einen Sonnenschirm gemietet, den man an diesem Tag auch unbedingt brauchte, denn die Sonne knallte nur so vor sich hin.
Wir empfehlen zu handeln, da eben diese Liegen und der Schirm erst 25 Dollar kosten sollte. Aber aus den Erfahrungen, die wir vor Ort in der Karibik gesammelt haben kann man sagen, dass die Einheimischen durchaus bereit sind, mit dem Preis entgegen zu kommen. Außerdem gab es einen W-LAN Hotspot, den wir gerne genutzt haben.

Auch hier war das Meer besonders warm und trotzdem war es eine willkommene Abkühlung für uns, denn die Außentemperatur war noch deutlich heißer und die Luftfeuchte extrem hoch.
Der Strandabschnitt war sehr sauber und auch das Wasser war ganz klar und gleicht den Vorstellungen, wenn man an einen Karbikstrand denkt.

Unser Strandabschnitt war zum Glück nicht so gut besucht

Plötzlich wurde es immer dunkler, es zog eine schwarze Front von hinten an uns heran und dann passierte das, was schon den ganzen Tag vorhergesagt war: Wir bekamen einen karibischen Regenschauer ab.
Es war wirklich der Wahnsinn was für Wassermassen in so kurzer Zeit vom Himmel kamen. Es war wirklich etwas Besonderes, was wir zuvor noch nicht erlebt hatten.
So schnell wie der Regenschauer kam, so schnell schien auch schon wieder die Sonne. Das ist echt verrückt. Der Platzregen hielt nur für höchstens zehn Minuten an. Jedenfalls haben diese zehn Minuten schon gereicht, dass wir klatschnass waren. Aber in der Karibik trocknet alles ja wieder schnell.

Daniel im Regen am Seven Mile Beach

Hell Post Office

Das gibt es wirklich: Das Hell Post Office

Nachdem die Sonne wieder rauskam und alles wieder getrocknet war, kam die Idee auf noch zum Hell Post Office in den Norden der Insel zu fahren.
Wir machten uns auf die Suche nach dem öffentlichen Bus, aber fanden ihn nicht.
Einige Verhandlungen später saßen wir aber in einem Kleinbus und waren für 10 Dollar auf dem Weg zur „Hölle“. Der Fahrer sicherte uns zu uns danach wieder nach Georgetown zu fahren.

Leider stellten wir fest, als wir am Hell Post Office ankamen, dass dieses schon geschlossen hatte, aber wir hatten Glück und einen verhandlungssicheren Busfahrer und man öffnete es extra nur für uns nochmal. So konnten wir doch noch ein paar Souvenirs aus der „Hölle“ kaufen.
Der Ort hat seinen Namen übrigens durch eine Felsformation, die, so wird es gesagt, aussieht wie die Hölle. Die Cayman Islands sind vulkanischen Ursprungs und durch die Vulkanlandschaft ist die Formation entstanden.

Zu Gast beim Teufel, im Hintergrund sind die Steinformationen zu erkennen

Weiter ging unsere Rundfahrt zu einer Rumfabrik, wo wir richtig leckeren Rumkuchen probiert und letztendlich gekauft haben. Tja, so wird man auch so ein Geld los, aber es war wirklich köstlich.
Jedenfalls wollten wir da eigentlich gar nicht hin, aber unser Fahrer hielt dort an und sagte, wir sollen doch einfach mal schauen gehen.

Auf dem Rückweg Richtung Schiff hielten wir plötzlich wieder am Seven Mile Beach an. Unser Fahrer wollte den Kleinbus voll besetzen und nach gefühlten Stunden fuhren wir dann endlich weiter Richtung Georgetown. Selbst die Klappsitze nutze er aus, es war wirklich sehr lustig in unserem „Partybus“.

In diesem Kleinbus saßen wir mit etwa 30 Personen

Falls ihr vorhabt auf Grand Cayman Geld abzuheben, können wir euch den Tipp geben genau darauf zu achten, was auf dem Geldautomat steht, denn es gibt meistens einen Automat mit US-Dollar und einen mit Cayman Dollar. Die Cayman Dollar wird man leider aber in Deutschland nicht mehr los, da die Währung selbst bei den großen Reisebanken nicht getauscht werden kann. So müssen wir wohl oder übel noch mal nach Grand Cayman kommen, um unsere 200 Cayman Dollar loszuwerden…

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