Die malerische Welt der Lofoten

Die Geschichte vom Stockfisch

Wie der Titel unserer besonderen Route „Nordkap und Lofoten“ bereits erahnen lässt, sind die Lofoten um die es in diesem Beitrag geht, eins der Highlights bei Besuchen im hohen Norden.
Aus der Ferne haben wir die Inselgruppe bereits auf dem Weg zum Nordkap gesehen, nun südwärts hatten wir einen Tag Zeit die Lofoten zu erleben.
Zwar wird eine ganze Region im Norden Norwegens als „Lofoten“ bezeichnet, im wesentlichen besteht diese allerdings aus Inseln. Kreuzfahrtschiffe legen in der Regel in bzw. vor der Stadt Leknes an. Mit dem Tenderboot gilt es dann die letzte Strecke bis zur Stadt zurückzulegen. Auf 80 Inseln, die um die 1.200 km² ausmachen, leben in der Region Lofoten ca. 24.000 Einwohner.

Zu viert haben wir uns bereits vor der Reise einen Mietwagen bei einem der größeren und bekannteren Anbieter gemietet. Je nach Verfügbarkeit kann man sich den Wagen an den Hafen bringen lassen, dies funktioniert jedoch leider nicht immer. All dies klärt man in der Regel telefonisch ab, da der Mailverkehr in Norwegen erst die zweite Wahl bedeutet und man den persönlichen Kontakt eher schätzt.
Uns wurde eine Lieferung zum Hafen zwar zunächst zugesagt, kurz vor der Ankunft allerdings doch mitgeteilt, dass wir das Fahrzeug in Leknes selbst abholen müssten. Dies bedeutet dann vor Ort entweder eine Taxifahrt oder einen ordentlichen Morgenspaziergang von etwa 45 Minuten. Nichtsdestotrotz sollte man aufgrund der begrenzten Möglichkeiten in jedem Fall einen Mietwagen nehmen, sofern man keine anderen Ausflüge über die Reederei geplant hat. Insgesamt hat uns die Miete und das Tanken für vier Personen ca. 230 Euro gekostet. Abgeben bzw. stehenlassen konnten wir das Fahrzeug hinterher aber doch am Hafen, es sollte dann von dort abgeholt werden. Hierzu lässt man das offene Fahrzeug inklusive Schlüssel einfach dort stehen. Um sicherzugehen, haben wir im abgestellten Zustand ausreichend Fotos vom Auto geschossen – sicher ist sicher.

Um möglichst viele Einrücke der Inselgruppe zu gewinnen, empfiehlt es sich, der Hauptstraße E10 zu folgen und die verschiedenen Orte, Landschaften und Dörfer zu erkunden. Unsere Route führte uns mit einem Mietwagen von Leknes die komplette E10 hinunter bis zu ihrem Ende in A. Aufgrund der umwerfenden Kulisse haben wir wirklich einige Boxenstopps hingelegt die wir euch im Folgenden einmal anreißen möchten.
Eines der ersten Ziele, für welches wir das Auto nicht nur zum Fotos schießen verließen, war bei Sakrisoy. Dort wird man aus der Ferne bereits von vielen freundlichen Gesellen begrüßt, die dort zum trocknen auf diversen Bauten aufgestapelt sind: Unmengen an selbst gefangenen Stockfisch, der dort in den Hallen gelagert und vor und hinter den Häusern getrocknet wird. Wir besuchten das dort befindliche Lokal und fanden dort ein reichhaltiges Angebot an Fisch, Käse und auch süßen Köstlichkeiten wie landestypische Marmelade vor.

In verträumter Stimmung begrüßen die Lofoten zur Erkundung
Der Stockfisch wird getrocknet
Ein „Bisschen“ Stockfisch to go
Phantastisches Aufeinandertreffen von Bergen und Fjorden

Faszinierender Südwesten

Nach kurzem Aufenthalt und Stockfischverkostung zog es uns weiter in Richtung des Dörfchens „A“, welches unser Ziel am Ende der E10 sein sollte. Auf dem Weg dorthin machten wir in Reine noch einen Zwischenstopp, da dieser Ort malerische Motive zum genießen und zurückerinnern bietet. Die Fjorde sind hier von besonders hohen Bergen geprägt und bieten unvergleichliche Postkartenmotive. Überall entlang der Strecke hielten wir an den faszinierendsten Plätzen kurz an, um die tollen Eindrücke aufsaugen zu können. Einer dieser wundervollen Orte ist die Meereszunge an der Djupfjord Brigde. Direkt an der Straße gelegen, läuft man über einen verlassenen Platz aus Schotter und wird dafür mit einer wahnsinnig verträumten und friedlichen Aussicht belohnt.

Haus, Berge, Wasser, Möwe, Pflanzen – das perfekte Fotomotiv „für Katja“
Einer der friedlichsten Orte der Welt an der Djupfjord Bridge
Der wohl kürzeste Ortsname der Welt
Das Stockfischmuseum
Die historische Bäckerei beim Stockfischmuseum
Lächeln on Tour

Vom Stockfisch zum Kormoran

Von Reine aus zog es uns immer am Wasser entlang Richtung A und unserem Halt beim Stockfischmuseum in der Nähe. Rund um die alten roten Gebäude des Stockfischmuseums, erstrecken sich große Flächen unberührter Natur, von Scharen an Möwen bis zu bunt strahlenden Pflanzen zwischen rauer See und stolzen Bergen.
Einen Katzensprung entfernt befindet sich die historische Bäckerei die noch heute nach traditionellen Rezepten die süßen Leckereien herstellt. Bei Gelegenheit, unbedingt einen Kanelsnurr probieren; Wir hatten die normale Variante und die mit Schokoladenflocken und unglaublich lecker waren leider beide… Zwar fühlen wir uns an Bord immer sehr gut verpflegt, landestypische Leckereien wie diese kleinen Backwaren aus Zimt kann man sich dann aber doch mal gönnen und als kleine Stärkung nutzen, bevor man die weite Reise Richtung Sund antritt.
Denn an diesem schönen Fleckchen der Lofoten kann man hautnah die Schmiedekunst in traditioneller Art erleben. Hier werden viele kleine Figuren, wie auch die bekannten Kormorane hergestellt. Die Kormorane gelten im norwegischen Volksglauben übrigens als mythisches Tier. Für umgerechnet ca. 100 EUR kann man dort eine Kormoranfigur erwerben und hiermit sein Wohnzimmer verschönern.

Bächlein, Brücke und Berge bei A
Die Wolken bleiben in den Bergen hängen
Ein paar verlaufene Einwohner
Schmiedekunst in Sund

Karibik-Feeling

Bevor wir uns auf den Weg zurück nach Leknes machten, durfte ein kleiner Abstecher in die Karibik nicht fehlen, denn von hier aus ist sie näher als gedacht: Der Haukland Beach strahlt selbst unter einer grauen Wolkendecke in karibischen weiß-blauen Farben. Zum Baden war es aber dann doch zu kalt und so genossen wir einen Moment in der Karibik in dicken Jacken, Yaman!

Die weißen Strände der Lofoten…
…ein Hauch Karibik
Unser Gefährt für den Tag

Lofoten einmal anders

Zurück an Bord freuten wir uns auf das Auslaufen, da wir dieses mit einem gebuchten kleinen Gourmet-Schmankerl genießen durften und den Abend bei ein paar leckeren Gängen in herzlicher Atmosphäre an Bord ausklingen lassen konnten. Nach einer sehr erlebnis- und abwechslungsreichen Erkundungstour auf den Lofoten endete somit dieser schöne Tag, welcher uns immer in Erinnerung bleiben wird.

Die Sicht auf unser Hotel von Leknes aus
Abschluss eines traumhaften Tages

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