Karibische Träume und kulturelles Mittelamerika

Da war sie wieder: diese Lockerheit bei den ersten Klängen von Bob Marley nach den ersten Schritten im Flughafen von Montego Bay. Nachdem wir den langen Flug einmal über den großen Teich hinter uns gebracht hatten waren wir glücklich diese Klänge zu hören, denn wir wussten, dass uns nunmehr eine kleine Busfahrt von einer neuen Traumreise trennt.

Diesmal führt uns die Route von einer kulturellen Woche in Mittelamerika und einer Strand- und Entspannungswoche durch die Karibik bis ganz nah an den Pazifik in der faszinierenden Heimat der Tigerente. Von allen Zielen, an denen wir Ausflüge gemacht haben, werden noch ausführliche Berichte erstellt.

Der Fahrplan

Der Ausgangspunkt unserer Reise war nach dem Flug ab Düsseldorf der jamaikanische Hafen Montego Bay. Bis zum nächsten Wechselhafen in La Romana machten wir noch Halt in Costa Ricas Hafenstadt Puerto Limón, in Colón, dem Tor zu Panama und in Cartagena de Indias in Kolumbien. Nach dem Bergfest ging es dann schließlich auf die Inselerkundungen auf Martinique, Antigua, St. Maarten und Tortola, bevor es nach dem letzten Halt in Samaná zurück nach Montego Bay ging.
Die ganze Reise startete fast stürmisch, denn wir saßen in einem der letzten Flüge die in Düsseldorf dem Tief Sabine entfliehen durften – denn fast alle geplanten Flüge nach uns wurden aus Sicherheitsgründen annulliert.

Treffen mit der kleinen Schwester

Nach ein paar Stunden Flug konnten wir also voller Freude in Montego Bay landen, einchecken und uns bereit für tolles Wetter, ein tolles Schiff, sowie die Rettungsübung und das Ablegen machen.

Mit einem Seetag als Lückenfüller ging es zunächst Richtung Costa Rica. Anders, als bei unserer letzten Karibikreise, wurde diesmal kein Jetlag-Frühstück angeboten. Dementsprechend wach und hungrig harrten wir in den frühen Morgenstunden bis zu den Restaurantöffnungszeiten aus. Ansonsten verbrachten wir den Seetag viel Zeit in der karibischen Sonne auf dem Pooldeck, schlenderten durch den neu befüllten Shop und erfreuten uns des tolles Blicks auf das weite offene Meer. Doch eben genau dieses weite und offene Meer sollte die Passagiere in den folgenden Tagen immer wieder auf ihre Seetauglichkeit testen. Auch an diesem ersten Seetag der Reise waren wir großen Schwankungen ausgesetzt. Vom Sonnen, dem Fantreffen oder Bingospielen konnte uns die raue See dennoch nicht abhalten!

Der kulturelle Teil der Reise

Eine kurze Nacht später machten wir in Puerto Limón fest. Aufgrund der starken Winde stand es lange Zeit nicht fest ob wir wirklich anlegen können und ob wir auch an der Liegestelle festbleiben können ohne größeres Risiko eingehen zu müssen. Doch dank der Erfahrung unseres Käptns, mit dem wir wohlgemerkt nun bereits das dritte Mal unterwegs waren, und der tollen Arbeit der Crew und des Hafenpersonals konnte das Schiff dort liegen und letzten Endes die Passagiere von Bord.

Für dieses Ziel hatten wir noch keine Pläne und wurden auch am Hafenausgang bei spontanen Touren nicht wirklich fündig. Also verließen wir einfach kurz das Hafengelände, um uns in der angrenzenden Altstadt und in der naheliegenden Parkanlage etwas die Beine zu vertreten. Auf dem Weg dorthin kann man bereits auf die „iguanas“, die großen Leguane, treffen.
Mit etwas Glück kann man im Park übrigens auf das nächste tierische Highlight, nämlich dem ein oder anderen Faultier das dort abhängt, stoßen.
Nach unserer Erkundungsrunde schlenderten wir wieder Richtung Hafen und nutzten die Gelegenheit tolle Bilder auf den dort befindlichen Photo-Hotspots zu schießen: Neben einem überdimensionalen Stuhl bis hin zu einer Bank mit Blick aufs Schiff und „angebautem Bilderrahmen“ kann man dort für tolle Motive sorgen. In einem zu groß geratenen Pavillon bieten außerdem viele Händler noch einiges an Souvenirs an, bevor man zurück aufs Schiff kehrt. Abends legte unsere Kussmundschönheit dann ab Richtung Panama, ein Highlight dieser Reise.

Ein Blick auf Panama

Oh wie schön ist…

Auch wenn es für einen Bustransfer mit über 50 EUR preislich eher hoch angesiedelt ist, entschieden wir uns für Colón doch noch dazu an Bord den Ausflug nach Panama zu buchen – denn wie oft ist man in seinem Leben als Normalsterblicher schon in dort? In Colón selbst sollte man es tunlichst vermeiden auf eigene Faust von Bord zu gehen oder durch die Stadt zu laufen, da allein schon durch die Fensterscheiben im Bus die Kriminalität im Ort zu spüren war. Dies berichteten auch andere Gäste mit denen wir uns vorher unterhalten haben; Also entweder einen ordentlichen Transfer nach Panama-City buchen, oder an Bord bleiben!
Mit dem Bus fuhren wir dann gute 90 Minuten von Colón, vorbei an wundervollen natürlichen Kulissen wie Flüssen, Seen und Regenwald bis hin in die Altstadt Panama-Citys. Von unserem Treffpunkt aus hatten wir nun genügend Zeit um auf eigene Faust durch die kleinen Gassen zu schlendern, die Sehenswürdigkeiten zu erkunden und auch bis ganz nah ran an den Pazifik zu kommen und tolle Fotos der Skyline zu schießen. Um uns, wie an so vielen anderen Zielen auch, wieder mit den passenden Shirts eines bekannten Cafés einzudecken, wollten wir noch einen Abstecher in den neuen Teil der Stadt machen. Da an diesem Tag ein Filmdreh in der Altstadt stattfand, stand der Verkehr ein wenig Kopf. Schließlich fanden wir doch noch ein Taxi und reisten gemeinsam mit einem Crewmitglied hinüber in die „Neustadt“. Dort gibt es in der Mall nicht nur das berühmte Café, sondern direkt auch daran angrenzend ein mehrstöckiges Hotel dieser Kette. In den entsprechenden Shops wurden wir dann alle fündig und fuhren mit Blick auf die Uhr auch schon wieder zurück in die Altstadt. Die Mitarbeiter des Hotels boten uns an für einen geringen Preis den Hotelshuttle zurück in die Altstadt zu nutzen, toller Service!
Wieder zurück an unserem Treffpunkt hatten wir noch genug Zeit draußen in einem kleinen Café zu sitzen und uns in der Hitze Panamas etwas zu trinken zu bestellen. In jedem Fall war es die Investition in den Bustransfer wert, wir hätten uns wirklich geärgert, wenn wir den Tag in Panama nur an Bord geblieben wären, um ein paar Euro zu sparen! Nach diesem ereignisreichen Tag freuten wir uns auf das nächste Ziel in Kolumbien.

Skyline von Cartagena

Allein aus der Ferne und das Einlaufen in Cartagena ist bereits unverwechselbar einzigartig. Einmal in New York einzulaufen steht bei uns noch ganz oben auf der Bucket-List, aber das Einlaufen in Cartagena war für uns schon wie eine Light-Version dessen. Von Weitem kann man schon die ersten Wolkenkratzer erspähen, ehe man an der modernen Stadt langsam vorbeifährt. Begrüßt wird man hier zwar nicht von Lady Liberty, sondern von „Madonna in the Bay“, die Jungfrau mit Kind.
Auch hier in Cartagena starteten wir unsere Erkundung auf eigene Faust. Verlässt man das Schiff, wird man zunächst in einem Tierpark begrüßt. Frei laufende Vögel wie Papageien und Pfauen, aber auch Ameisenbären und weitere Tiere kann man hier als erste Bewohner Cartagenas antreffen. Die Taktik „am Hafenausgang gibt es die besten Preise“ funktioniert auch hier – Je weiter man sich durchschlägt, desto günstiger wird die Taxifahrt in die Altstadt. Der Normalpreis für einen Transfer vom Hafen in die Innenstadt liegt hier bei 6 USD. Die Taxifahrt endet normalerweise direkt an der historischen Stadtmauer. Direkt dahinter und linker Hand konnten wir ein weiteres Shirt in unserer Cafésammlung unser eigen nennen. Ansonsten wird man mit Sicherheit weder einen Sonnenstich bekommen, noch verdursten, denn das Angebot der Kolumbianer an Getränken und Hüten ist sehr beachtlich und viele sind so freundlich uns Touristen die Waren alle paar Meter anzubieten. Nachdem wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten erkundet hatten, ging es dann bald auch zurück Richtung Schiff. Somit war fast das Bergfest unserer Reise bereits erreicht, denn der nächste Hafen von La Romana in der Dominikanischen Republik war bereits der nächste Wechselhafen und der zweite Reiseabschnitt mit neuen Passagieren brach an.

Die Strand- und Erlebniswoche beginnt

Statt die Heimreise antreten zu müssen, konnten wir unseren Tag in La Romana entspannt antreten und uns auf den tollen Ausflug auf eigene Faust zur Isla Saona freuen. Diesen hatten wir bereits von zu Hause aus gebucht. Direkt am Hafenausgang stand schon unser Kleinbus parat und ab ging die Post.

Eine gute halbe Stunde Fahrt, eine freundliche Begrüßung und eine kurze Einführung in den Tagesablauf später saßen wir auch schon im Speedboat auf das wir uns schon lange freuten. Begleitet wurden wir den ganzen Tag vom Anbieter der Tour, einem ausgewanderten Wahl-Domrepper aus den Niederlanden. An verschiedenen Stellen hielten wir an, um historische Fleckchen, aber auch Natur pur wie die Mangroven oder dem Piscina natural zu bestaunen. In warmen hüfthohem Wasser steht man dort mitten im Paradies, wenn man um sich rum nur kristallklares Hellblau und schneeweiße Strände unter Palmen in der Ferne sieht. Auf der Isla Saona selbst machten wir Halt an zwei Privatstränden, hatten ein typisches BBQ zur Stärkung und auch die Getränke und weiteren Snacks waren alle inklusive. Auch Schnorchler kommen an diesem Fleckchen Erde voll auf ihre Kosten! Bevor wir letztendlich die Rückreise leider antreten mussten, besuchten wir noch das einzige Dorf auf der Insel. Das typische Leben auf der Insel zu sehen ist für uns wie eine andere Welt. Besonders möchte ich noch die tolle Arbeit der Schildkrötenaufzucht erwähnen, ein toller Mensch der vor Ort ganze Arbeit leistet um die kleinen gepanzerten Tierchen vor vielen natürlichen Feinden (auch Stichwort Mensch und Plastikmüll!) zu schützen und ihnen eine Zukunft zu schenken. Mit einer kleinen Unterstützung, Bares ist Wahres, konnten wir auch einen kleinen Beitrag hierzu leisten. Im Gegenzug bietet er Sticker oder Kokosöl an, die man sich mit als weiteres zusätzliches Andenken, neben all den Eindrücken, mit nach Hause nehmen kann. Mit mehreren hundert PS brausten wir zurück zu unserem Ausgangspunkt und konnten nachdem wir uns verabschiedet hatten und mit dem Bus zurückgefahren sind, auf einen unvergesslichen Tagesausflug voller verschiedener Erlebnisse zurückblicken. Noch einmal durch die tolle Hafenanlage von La Romana und wir wussten am Abend, was wir getan hatten. Glücklich und leicht erschöpft freuten wir uns am Abend nicht zur Rettungsübung zu müssen und träumten beim Abendessen schon vom nächsten Ausflug auf Martinique.

Faszinierende Meeresbewohner in Frankreich

Willkommen in Frankreich und auf der Insel mit freiem Handynetz: Martinique. Auch für diesen Tag haben wir uns im Vorfeld schon große Pläne vorgenommen: Es sollte zum Schnorcheln mit Schildkröten gehen! Auch diesen Tag haben wir auf unserem Ausflug wieder problemlos zeitlich gefüllt bekommen. Runter von Schiff, nach dem Hafengelände rechtsherum Richtung Anleger und dort wartete im Wasser schon unser kleiner, schaukelnder fahrbarer Untersatz. Als unsere kleine Truppe vollzählig war, legte unsere Ausflugsleiterin dann ab und fuhr uns zu Ecken, von denen man zu Hause nur träumt! Wir hielten in verschiedenen Riffen vor der Insel, fuhren in eine Höhle voller verschiedener kleiner tierischen Einwohner und kamen vorbei an schwarzen und weißen Stränden. Als es endlich hieß die Schnorchel auszupacken, wussten wir alle, dass wir nun das Gebiet erreicht hatten, wo wir sicherlich eine Meeresschildkröte unter Wasser antreffen können. Insgesamt sollten dort um die 50 Stück unterwegs sein und wir hatten tatsächlich Glück ein Exemplar zu treffen und -natürlich aus der Ferne- zu bewundern.

Besuch von Crush und Flipper

Nach zwei weiteren Schnorchel-Stopps und der unglaublichen Nähe zu den Fischschwärmen und anderen Meeresbewohnern steuerten wir die Rückfahrt an, doch diese sollte nicht ganz normal verlaufen. Plötzlich verlangsamte sie unsere Fahrt und wir alle kamen aus dem Staunen kaum heraus: Rund ums Boot ragten kleine gräuliche Flossen, wir hatten eine Schar Delfine um uns herum. Diese sind direkt an unserem Boot entlanggeschwommen. Mehrere haben uns von dort an für eine lange Strecke begleitet, andere schwammen vorbei und machten Luftsprünge in unmittelbarer Nähe.
Dies wird wahrscheinlich die Bootsfahrt und einer der Ausflüge bleiben die wir niemals vergessen werden, denn so nah kommt man Delfinen und auch den Schildkröten in freier Wildbahn sonst wahrscheinlich nirgendwo.

Unseren Aufenthalt auf Antigua nutzten wir für eine Taxifahrt zum Valley Church Beach. Hier ließen wir einfach für ein paar Stunden die Seele baumeln. Der Sand ist zwar eher grobkörnig, dafür nicht umso weniger weiß und faszinierend. Als gutgemeinter Ratschlag aus nunmehr eigener schmerzhafter Erfahrung: Klärt vor Antritt der Fahrt nicht nur den Preis, sondern explizit alle Details, vor allem ob der ausgemachte Preis auch wirklich für alle Personen zählt, oder ob am Ende der Fahrt der Preis dann doch pro Kopf gelten soll. Weil man sich im Nachhinein mit zwielichtigen karibischen Taxifahrern ungern anlegen möchte, kann es einen am Ende dann doch etwas teurer zu stehen kommen, als man vorerst dachte.

Wer auf St. Maarten nicht unbedingt an den Maho Beach muss um riesigen Eisenvögeln hinterherzuschauen, der kann sich auch mit der kostengünstigen Variante unweit des Hafens an den Strand legen. Um dorthin zu kommen, kann man ab Hafen auf eine Wassertaxi-Flat für ein paar Dollar zurückgreifen und dann so oft wie man möchte zwischen dem Hafen und der Altstadt pendeln. Die Altstadt dort ist geprägt von einladenden Gassen die eine Fußgängerzone bilden. Diese beginnt direkt an der Anlegestelle. Dort wird man auch von örtlichen Anbietern noch einmal mit Informationen zu spontanen Ausflügen versorgt oder kann sich direkt eine Sonnenliege für den angrenzenden Strand sichern. Direkt schräg links vom Anlegepunkt befindet sich übrigens auch wieder das Lokal für die Shirtsammler unter uns. Unglaublich wie viel man doch von der Welt sieht, wenn man sich einfach an jedem Standort ein T-Shirt zulegt. Wir entschieden uns den Tag auch hier wieder in Ruhe zu verbringen und schlenderten noch etwas durch die Altstadt, bevor wir mit dem Wassertaxi wieder aufs Hafengelände fuhren. Auf dem großzügigen Gelände sorgten wir dort noch für die nötigen Souvenirs und haben den restlichen Tag auf dem Pooldeck und im Innern des Schiffs verbracht um nicht vollends der starken Sonne an diesem Tag ausgesetzt zu sein.

Die süßen Karnevalsmäuse

Das nächste Ziel unseres Inselhoppings war die Insel Tortola aus der Inselgruppe der British Virgin Islands. Die Hafenanlage auf Tortola bietet begeisterten Kreuzfahrern eine der tollsten Fotostellen um das perfekte Bild frontal vor dem Schiff einzufangen.
Am Hafenausgang Informationstafeln mit verschiedenen Angeboten für die Kurzentschlossenen, so wie für uns auch in diesem Fall wieder. Außerhalb des Hafens ist übrigens das Tragen von Badekleidung nicht geduldet und kann mit Geldstrafen geahndet werden.
Wir entschieden uns für eine Taxifahrt zum Cane Garden Bay. Wer karibische Autos kennt, der weiß, dass es abenteuerlich sein kann. Wir hatten zwar durchaus bereits Fahrten in Autos mit schlechterem Zustand, als unser Kleinbus auf Tortola, doch bei dieser Strecke zum Strand hat man wieder einige spontane Stoßgebete in den Gesichtern der Mitreisenden gesehen. Um zum Strand zu kommen, mussten wir nämlich einmal den Hausberg hinauf und auf der anderen Seite mit quietschenden Bremsen wieder herunter. Die Anschnallgurte waren, sofern vorhanden, ohnehin mit Klebeband unbrauchbar an den Sitzen fixiert, also blieb nur noch das Vertrauen in Fahrer und Auto. Aber wie so einiges in der Karibik war auch dies kein Problem und wir erreichten frohen Mutes unser Ziel. Für eine handvoll Dollar ergatterten wir zwei Liegen mit Schirm direkt in Pole Position, unweit der Schaukel die an diesem Strand für tolle Fotomotive parat steht.
Zur Freude unserer amerikanischen Strandnachbarn, ließen wir es uns nicht nehmen ein Stück Weiberfastnacht an Tortolas Stränden zu zelebrieren. Bepackt mit unseren Mickey- und Minnie-Ohren aus dem Disneyland mit einer kleinen Schleife um den Hals und großen weißen Comic-Händen sorgten wir für gute Laune in der Karibik – denn normale Fotos am Strand kann ja jeder. Alaaf vom anderen Ende der Welt!
Am Abend verbrachten wir das Auslaufen aus der Wellness-Oase und konnten so die Auslaufmelodien aus dem Whirlpool heraus genießen. Abgelegt haben wir fast zwei Stunden später als geplant, da es auf einem der Ausflüge wohl zu einem medizinischen Notfall gekommen war.

Unterwegs an den Traumstränden

Der Strand in Samaná war top!

Last but not least eroberte in unserer letzten Destination Samaná ein Mann ganz schnell unser aller Herzen: Auf der Taxifahrt unseres Lebens begeisterte unser Fahrer „Orlando Rapido“ mit völliger Freundlichkeit und Lebensfreude bei inkompetenten Fahrstil. Er kannte den Weg öfters selbst nicht und musste des Öfteren nach dem Weg fragen. Ausgefallenerweise wollten wir nämlich, nachdem wir an Land getendert waren, mit dem Taxi zum eher abgelegenen Strand Playa Rincón. Da wir dort zu viert unterwegs waren, wurde uns letztendlich nach langem Verhandeln ein ordentlicher Preis und doch die weite Fahrt zu unserem Wunschstrand zugesagt und wir wurden zu Orlando geschickt.
Während der Fahrt schlugen dann sämtliche Verständigungsversuche, ob Englisch, Spanisch oder Deutsch fehl, führten aber gerade deshalb zu einer Inseltour voller Spaß die wir sicherlich niemals vergessen werden. Mit Tränen in den Augen konnten wir uns nach abenteuerlicher Fahrt, die deutlich länger als eigentlich geplant dauerte, ein paar Stunden am herrlich weißen Strand erholen. Auch wenn dieser Strand etwas weiter entfernt liegt, mag gerade das den Charme ausmachen, ist er farblich wirklich einer der absoluten karibischen Traumstrände. Auch touristisch absolut nicht überlaufen! Eine ganz klare Empfehlung für jeden, der mal in Samaná Halt macht.

Orlando, der fahrende Blitz

Und schon kam die letzte weitere Fahrt über die See, bevor wir wieder Montego Bay erreichen sollten. Auch wenn wir bereits zweimal Bingo gespielt hatten, gaben wir auch ein drittes Mal noch (von mir widerwillig) Geld aus. Doch wie sollte es anders kommen: So ähnlich wie damals ist die Kohle zum greifen nah, wenn ich am meisten meckere – zusammen mit drei(!) anderen habe ich tatsächlich das Bingo für die Tageseinnahmen gewonnen! Eine kleine Summe Bargeld, über die sich unser Bordkonto sicherlich nicht beschwerte. Mit guter Laune aus dem Gewinn, Aktivitäten an Bord und ein paar Gesellschaftsspielen nahte auch schon die abendliche Verabschiedung auf dem Pooldeck mit der traurigen Gewissheit, dass unser zweiwöchiges Abenteuer bald ein Ende finden sollte.

Und auch eine große Schwester war in der Gegend

Time to say… abschließende Worte

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu unserem ganzen Rahmen, sei es Schiff, Crew oder unsere gebuchten Leistungen, etc.
Wie bereits am Anfang erwähnt, haben wir das gute alte Jetlag-Frühstück zu etwas angepassteren Zeiten vermisst. Im Gegenzug fanden hierfür aber viele Snack-Aktionen in der Mittagszeit auf dem Pooldeck statt.
Um am anderen Ende der Welt nicht völlig ohne Lebenszeichen auskommen zu müssen, haben wir uns im Vorfeld die Social-Media Flat für diese Reise bereits dazugebucht. Alles Weitere haben wir im Vorfeld entweder über örtliche Anbieter gebucht oder vor Ort spontan entschieden.
Die Crew machte auch diesmal der Unternehmensphilosophie alle Ehre und steckte mit ihrem Lächeln und der Hilfsbereitschaft wieder nur mit guter Laune an. Sicherlich dem Publikum angepasst, war es „normale“ tolle Stimmung und eher weniger „Ya-Mon“-Stimmung, als wir sie auf der letzten Karibikkreuzfahrt erlebt hatten. Mit dem Kapitän waren wir nun bereits das dritte Mal unterwegs. Auch diesmal hat er uns wieder kompetent und mit trockenem Humor sicher an jeden Hafen gebracht. Selten hatten wir allerdings mehrmals den gleichen Entertainment Manager und hatten auch dieses Mal wieder ein neues Gesicht; Doch es war kein völlig Unbekannter, konnte man sein Gesicht bereits in einer beliebten Doku-Reihe über Kreuzfahrten über die Bildschirme flimmern sehen. Völlig authentisch schwärmt er jeden Abend von der Liebe zum Meer und zur Kreuzfahrt und kann mit seiner herzlichen Art schnell die Sympathien der Passagiere für sich gewinnen.

Auch nach dieser Reise ist unser Entschluss ganz klar: Wir werden mit Sicherheit noch einmal in die Karibik reisen, da einfach die Traumstrände in strahlendem weiß und blau mit der lockeren Mentalität für eine unglaubliche Entschleunigung sorgen.

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