Private Tour auf Roatán

Auf der Suche nach dem Treffpunkt

In diesem Beitrag zeigen wir Dir, was es für Möglichkeiten gibt auf Roatán auf eigene Faust einen tollen Tag zu verbringen. Die 83 km² große Insel gehört übrigens zu Honduras und hat ca. 50.000 Einwohner. Durch ihre Bananen ähnliche längliche Form zieht sich die weiteste Strecke über die Insel ca. 60 km. So kommt es auch zustande, dass es verschiedene Anlegestellen für Kreuzfahrtschiffe gibt, worauf es in jedem Fall bei einer Tour auf eigene Faust zu achten gilt!

Begrüßungsschild vor dem Hafengelände

Auf unserer Reise legten wir am Cruise Terminal von Mahogany Bay an. In der Hauptstadt Coxen Hole befindet sich ein weiteres Hafenterminal, der Port of Roatán.
Da wir etwas abenteuerlustiges probieren und etwas außergewöhnliches erleben wollten, machten wir uns vor der Reise im Internet schlau. Hierbei stießen wir schnell auf unseren Wunschausflug: Mit den ZipLines über und durch den Regenwald. Transfer und Ausflug mit Strandaufenthalt waren ebenfalls inklusive.

Blick über das Hafengelände
Welcome to Roatán
Traumhafte Aussichten

Nach dem Frühstück zogen wir nun los um unsere Tagestour zu starten. Eine kleine Runde über das Hafengelände, hierbei immer den Markierungen folgen und niemals den Weg verlassen – sonst gibt es Ärger von den Wachleuten. Am kleinen Hafenausgang, der für Fußgänger eine kleine Treppe am Ende des Parkplatzes ist, gibt es dann zwei Möglichkeiten: rechts und links.
Folgt man dem Weg etwas nach rechts und überquert die Straße, gibt es in der Tat auch einen Anbieter fürs ZipLining – nur leider nicht unserer. Die rechts/links Frage war somit auch beantwortet, wiedermal falsch abgebogen. Das Schöne ist doch: So sieht man mehr von der Welt. Also wieder zurück und der Straße in die andere Richtung folgen. Es geht einen Hügel hinauf, durch ein kleines Tor und wirkt alles nicht wie der richtige Weg. Hiervon einfach nicht beirren lassen, denn es ist der richtige Weg!
Wenn man sich unsicher ist, kann man auch ein Taxi am Hafen nehmen, was ich für die paar Meter dann doch für eher unnötig halte, da man einfach nur den Weg kennen muss. Sobald es den kleinen Anstieg wieder hinab geht, kann man auf der rechten Straßenseite auf einer Art Schotterparkplatz letztendlich jede Menge wartender Ausflugsanbieter mit Schildern der Touren erkennen. Passagiere ohne Touren hatten auch hier beim ein- oder anderen Anbieter noch die Chance spontan etwas zu buchen. Wie hierbei allerdings der preisliche Unterschied zu den bereits gebuchten Touren ist, kann ich nicht sagen.
So kämpften wir uns durch den Schilderwald und fanden unseren Anbieter, wie sollte es anders sein, ganz hinten.
Unser Guide kündigte uns an, dass wir noch auf eine weitere Person warten würden, bevor wir die Tour starten. Kurze Zeit später kam tatsächlich ein Passagier unseres Schiffes, den wir vorher bereits kennengelernt hatten zielstrebig auf uns zu – voller Freude keine ganz fremde kleine Truppe zu sein ging es nun los. Dass unsere Tour sehr individuell sein sollte, konnte man an der Größe unserer Gruppe – 3 – und an der Art unserer Fortbewegung, im privaten PKW des Guides, erkennen.

Schweben über dem Regenwald

Unser einheimischer Fahrer erzählte uns im Vorbeifahren tolle Fakten über die Insel und konnte uns schöne Ecken auf dem Weg zu den ZipLines zeigen. Unser „richtiger“ ZipLine-Park befand sich übrigens nicht an unserem Hafen, sondern in der Nähe des Port of Roatán, was uns hoch hinaus schwebend teilweise tolle Sichtweisen auf das dort liegende Schiff gewährte.

ZipLines mit Aussicht auf den Port of Roatán in Coxen Hole
„Kleines“ amerikanisches Schiff

Nach einer handvoll kurzen Fotostops erreichten wir unser erstes Ziel und wanden uns unter der Aufsicht des freundlichen Teams im ZipLine-Gelände in unser Geschirr. Getreu dem Motto „la vida es una“ saßen wir kurze Zeit darauf bereits auf der mit Sitzbänken ausgestatteten Transportfläche des PickUps und fuhren den steilen Hügel nach oben, um die außergewöhnliche Reise an den Seilen durch den Regenwald beginnen zu lassen. In dieser Höhe spürt man sicherlich beim Absprung einen kleinen Schwall an Adrenalin, bevor sich das Gefühl der Freiheit und des Fliegens in Spaß wandelt. Über 16 Ziplines schwangen wir uns von Plattform zu Plattform und wurden durch Kunstsprünge unserer Guides dazu angehalten doch auch mal am Seil zu Hängen wie Spiderman oder sich nach vorn zu lehnen und wie Superman zu fliegen.

Spiderschwein, Spiderschwein…
Ab in die grüne Hölle

Nächster Halt: weißer Karibikstrand

Alles in allem dauerte unser „Flug“ sicherlich eine gute Stunde, bevor wir endlich wieder den festen Boden der Tatsachen unter uns spürten. Es gibt hier noch die Möglichkeit ein paar Schnappschüsse zu erwerben, da uns ebenfalls ein Fotograf durch die Lüfte begleitete. Außerdem steht einem noch der Eintritt in den angrenzenden Affenpark frei, jedoch entschieden wir uns die Tour alsbald Richtung Strand fortzuführen und saßen schnell wieder im klimatisierten Auto.
Eine kleine Rundfahrt später fuhren wir schon auf den großzügigen Schotterparkplatz in der Nähe des Strands. Nun hieß es immer den Ohren nach, denn am Strand „Bananarama“ schien sehr gute, ausgelassene Stimmung zu sein, dank Livemusik und DJ. Etwas ab der großen Fete wurden wir an unseren separaten Strandabschnitt gebracht und konnten so die Musik aus sicherer Distanz unter dem blauen Himmel, vor dem blauen Wasser als angenehme Hintergrundmusik genießen, ohne dass unsere Trommelfelle großer Vibrationen ausgesetzt blieben.

Unser Strandbesuch bei Bananarama
Die Aussicht nach oben…
…und der Blick nach vorn

Schnorcheln to go

Zwar hatten wir uns für ein Ausflugspaket ohne Schnorcheln entschieden, konnten es allerdings auch spontan vor Ort gegen einen keinen Aufpreis noch upgraden, um den Aufenthalt auf Roatán an diesem wundervollen Strand noch etwas runder und perfekter zu machen. Unsere Schnorchelmasken hatten wir zum testen eigentlich nur der Vollständigkeit halber mit ins Handgepäck genommen, wenn sich aber doch die Chance ergibt, warum denn dann nicht in unserer kleinen Reisegruppe das Erlebnis auch zusammen teilen?
Mit einem kleinen motorisierten Boot zogen wir dann hinaus ins etwas dunklere Blau und bekamen somit die Gelegenheit unsere Schnorchelausrüstung direkt in einem wundervollen Riff vor dem weißen Sandstrand Roatáns zu testen. Die Erwartungen sind zwar hoch, was man jedoch unter Wasser entdeckt übertrifft noch einmal alles; Blautöne des Wassers, Vielfalten an bunten Fischschwärmen und Korallen, einfach überwältigend. Einziger Wermutstropfen bei unserem Schnorchelausflug: Man spürte leider ein wenig kribbeln und brennen, da vor Ort auch Quallen ihre Bahnen ziehen. Zurück an Land gönnten wir uns etwas Entspannung am Strand und bestellten uns gekühlte Getränke und einen kleinen landestypischen Snack.

Der Blick über den Strand…
…und in Richtung der Boote und Riffe
Eintauchen ins strahlende Blau
Die Fahrt zum Schnorcheln

Ein paar Stunden später, gut gesättigt und ausgeruht, traten wir die Rückreise zum Schiff an. An ein paar kleinen Läden machten wir noch Halt um nach Souvenirs zu schauen und kamen bald wieder am Hafengelände an.

beste Stimmung bei der Begrüßung „zu Hause“

Um unsere Gastgeberin nicht zu enttäuschen, waren wir abends pünktlich zum Shuffleboard wieder zurück. Noch einmal kurz frischmachen auf der Kabine und weiter Richtung Essen und Abendprogramm an Bord. Was ist nun das Fazit unseres Tages auf Roatán? Wir würden es wieder genau so buchen! Uns war zwar nicht bewusst, dass unsere Tour so individuell in unserer kleinen Gruppe durchgeführt werden würde, dies machte sie allerdings so besonders. Mit dem Besuch des größten ZipLine-Parks, dem separaten Strandabschnitt und dem Schnorcheln, wurde unsere private Tour zu einem einzigartigen Erlebnis.
Im Vorfeld kann man sich bei diesem Ausflugsanbieter im Übrigen zwischen verschiedenen Varianten entscheiden, sei es nur ZipLine, nur Schnorcheln oder wie auch immer – hier wird ohnehin die Tour vor Ort den eigenen Bedürfnissen angepasst.

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