Cozumel: Mayas, Tequila und Strand

Spontane Gemeinschaft

Cozumel bietet als zu Mexiko gehörende Insel viele Facetten und Sehenswürdigkeiten, da auch hier die Vergangenheit der Maya ihre Spuren hinterlassen hat. Mit 478km² Größe lädt die Insel mit ihren ca. 100.000 Einwohnern zum Tauchen, Erkunden oder Entspannen ein, außerdem stellt sie einen beliebten Startpunkt zum berühmten Ausflugsziel „Chichén Itzá“, den wahrscheinlich am besten erhaltenen Mayapyramiden, die sich allerdings auf dem Festland befinden dar. Da dorthin jedoch eine nicht unbeachtliche Strecke zurückzulegen ist, entschieden wir uns gegen einen Besuch dieser Mayastätten und besuchten stattdessen die Mayastätte „Lamanai“ im weiteren Verlauf unserer Reise.

Hafengelände
Begrüßung der ansässigen Händler am Hafen

Frisch vom Frühstück gestärkt, starteten wir also in den Tag und verließen das Schiff in der mexikanischen Morgensonne. Ohne feste Planung suchten wir nach spontanen Ausflugsangeboten oder nach der Möglichkeit einer Taxirundfahrt. Auf dem Weg zum Taxistand kam uns schon unser sportlich motivierter Entertainment-Manager am Ende seiner Laufrunde entgegen gejoggt.
Von einem netten Fahrer bekamen wir eine Übersicht mit verschiedenen Routen und Preisen vor den dort parkenden Taxen gezeigt und traten der dort platzierten Infosäule näher. Schnell war uns klar, dass wir statt weiter Ausflüge zu suchen, unseren Tag selbst per Taxi gestalten wollten, da die dort angegebenen Preise durchaus angemessen waren. Noch viel angenehmer machte es die Sache jedoch, dass wir hier weitere unentschlossene Passagiere kennengelernt haben. Als insgesamt drei Pärchen schlossen wir uns kurzfristig zusammen und buchten uns am Taxistand für einen Fixpreis unsere persönliche Inselrundfahrt.

Ein kleiner Tempel auf dem Weg nach San Gervasio

Auf den Spuren der Maya: San Gervasio

Auf dem Programm unserer Rundfahrt standen nun ein Besuch der Mayastätte San Gervasio, ein Besuch einer Tequila-Farm, die Erkundung des Ostens und Südens, bevor wir etwas Freizeit am Strand im Westen verbringen würden. Zunächst zog es uns vom Hafen im Westen der Insel ins Zentrum durch das weite grün des Regenwalds bis zum dort gelegenen Park „San Gervasio“. Bevor man das großflächige Areal betritt, bekommt man im Eingangsbereich noch einmal die Möglichkeit sich zu stärken, ein Souvenir zu erstehen oder kurz auszutreten. Durch das Eingangstor schließlich hindurch, befinden sich nur noch Regenwald und Bauwerke der Maya. Der Eintritt liegt hierbei pro Person umgerechnet bei unter 10 Euro.

¿Hola, hablas español?
Ein ganz normaler Gehweg

Neben den klassischen Gehwegen von früher, hat man glücklicherweise besser begehbaren Alternativen für die Erkundung des Parks geschaffen. Gefühlt ist man nach dem Zentralen Platz je nach Tempel den nach sehen möchte mehrere hundert Meter durch die beeindruckende Atmosphäre des Regenwalds unterwegs. Von Überresten an Strohhäuser bis hin zu Altaren und Ruinen von Pyramiden kann man hier verschiedenste Bauwerke erkunden. Die Pyramiden lassen sich von ihrer Größe zwar nicht annähernd mit den großen Nachbarn Chitzén Itzá oder Lamanai vergleichen, sind deshalb aber nicht weniger beeindruckend.

Groß…
…größer…
…am größten
Teilweise erklimmbar

Inselrundfahrt und Strand

Weiter ostwärts auf unserer Rundfahrt über die Insel machten wir unweit des Regenwaldes Halt an der Tequilafarm „Hacienda Antigua“. Für ein Stück Geschichte über die Herstellung des Hochprozentigen und eine Geschmacksprobe für denjenigen der probieren möchte ist hier sicherlich eine interessante Anlaufstelle.
Für unsere Reisegruppe war es nicht der spannendste Punkt unserer Reise, dennoch interessant mal dort gewesen zu sein. Einen kleinen Rundgang inklusive Geschichtsstunde der Farmbetreiber später zogen wir weiter Richtung Ostküste, um dort die Aussicht über die weißen Strände zu bewundern. Am Strand „La Tortuga“ war es an unserem Landgang allerdings zu windig und zu gefährlich um dort zu baden oder einen längeren Aufenthalt zu planen. Ein paar Postkartenmotive durften in unserer Fotosammlung dennoch nicht fehlen. Weil wir jedoch auch am Strand liegen oder auch mal ins kühle Nass springen wollten, entschieden wir in unserer Gruppe weiterzufahren und eine Alternative auf der windsicheren Westseite zu suchen. Vorteil einer individuellen Taxitour ist die Flexibilität gepaart mit der Ortskundigkeit des Fahrers, welcher im Handumdrehen die perfekte Lösung für uns fand.

Tequilafarm „Hacienda Antigua“
Strandabschnitt der „Playa Tortuga“

Kurzerhand setzten wir unsere Rundfahrt also fort, über den Süden der Insel, immer der Hauptstraße Quintana Roo C-1 weiter zur Westküste bis zum Beachclub Carlos’n Charlie’s. Neben einer reichhaltigen Auswahl an Snacks und Getränken, liegt man hier auch an einem dem Beachclub zugehörigen ruhigen Strandabschnitt mit bester Sicht auf weiße und blaue Farbtöne. Zum Entspannen in karibischen Flair kann man es hier durchaus aushalten, also ein echter Geheimtipp, sollte der Osten der Insel zu windig für einen Strandaufenthalt sein.

Der von unserem Fahrer empfohlene Beachclub
Klar soweit?!
Strandabschnitt unseres Beachclubs

Nach ein paar Stunden purer Entspannung ließen wir uns schließlich zurück Richtung Hafen bringen. Bevor wir wieder an Bord sind, haben wir noch einen kleinen Abstecher in die Stadt gemacht. Unweit des Hafengeländes stößt man übrigens innerhalb weniger Gehminuten auf eine bekannte Café-Kette, falls man sich als Sammler noch eines der bekannten Shirts oder ein sonstiges Mitbringsel sichern möchte. Als dieser Souvenir-Auftrag letztendlich erledigt war, zog es uns zurück zum Schiff und wir freuten uns über einen sehr ereignisreichen und schönen Tag den wir gemeinsam mit netten neuen Bekanntschaften auf der abwechslungsreichen mexikanischen Insel verbringen durften.

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